Helmut Caspar wurde am 31. Dezember 1943 in Liegnitz geboren und verlebte seine Kindheit und Jugend in Potsdam. Nach dem Abitur (1962), der Lehre als Schriftsetzer (1964) und einem Geschichts- und Germanistikstudium an der Universität in Rostock (bis 1968) arbeitete er kurzzeitig als Lehrer in der Nähe von Potsdam. Doch da er schon immer gern schrieb und veröffentlichte, wechselte er nach Ableistung des Wehrdienstes nach Berlin (Ost) zunächst zur Tagespresse als Redakteur. In den achtziger Jahren war er am Berliner Institut für Denkmalpflege der DDR als Pressereferent tätig. Das gab ihm die Möglichkeit, ungeachtet damaliger Restriktionen in recht breitem Maße im Bereich von Denkmalpflege und Denkmalschutz publizistisch tätig zu werden und nebenbei seine als Sammler gewonnenen Kenntnisse für Artikel in der Tages- und Fachpresse über Münzen und Medaillen zu nutzen.

Nach der Auflösung des Instituts für Denkmalpflege war Caspar ab 1991 Redakteur in der Tageszeitung „Neue Zeit“ tätig, die im Juli 1994 ihr Erscheinen einstellte. Seitdem ist er in Berlin als freier Journalist mit den Schwerpunkten Denkmalpflege, Archäologie, Museen, Landesgeschichte (Brandenburg und Preußen) und Münzkunde tätig.

Seine Jugendzeit in Potsdam mit seinen historischen, zum großen Teil Ende des Zweiten Weltkriegs zerstörten Bauwerken hat Helmut Caspar stark geprägt, und so wurden preußische Geschichte und historische Bauten seine bevorzugten Arbeitsfelder. Seit der Schülerzeit Münzen und Medaillen sammelnd, interessierte ihn vor allem die Entwicklung der Münztechnik, über die er neben vielen Aufsätzen 1974 eine Monographie über die Wiedergabe von Prägeszenen auf Gemälden, Grafiken und Skulpturen und 1984 den Katalog „Münztechnik auf Münzen und Medaillen“ veröffentlichte.

2001 kamen Helmut Caspars Bücher „Die Beine der Hohenzollern – Interpretiert an Standbildern der Siegesallee in Primaneraufsätzen aus dem Jahre 1901“ sowie „Groschen, Taler, Mark und Euro – Die Berliner und ihr Geld“ heraus (beide Berlin Edition im Quintessenz Verlag Berlin). Im März 2003 wurde im gleichen Verlag sein Buch „Marmor, Stein und Bronze – Berliner Denkmalgeschichten“ veröffentlicht, in dem quer durch die Stadt mehr als einhundert Standbilder und Gedenkstätten vorgestellt werden und viele auch abgebildet sind. In der Schriftenreihe der Schadow Gesellschaft Berlin e. V. erschien 2003 als Band V seine Untersuchung „Schadows Blücherdenkmal in Rostock und Martin Luther in Wittenberg“. Im Frühjahr 2004 kam im Quintessenz Verlag Berlin Helmut Caspars Buch „Mit dem Ariadnefaden um die Litfaßsäule - Wie Namen zu Begriffen wurden“ heraus. Im Herbst des gleichen Jahres erschien im Berliner be.bra-Verlag der Band „Fürsten, Helden, Große Geister – Denkmalgeschichten aus der Mark Brandenburg“, der die Wanderungen durch die Berliner Denkmallandschaft fortsetzt.

Danach erschienen im Verlag Berlin Story die Bücher „Vom Taler zum Euro – Die Berliner, ihr Geld und ihre Münze“ (2006) sowie „Die Beine der Hohenzollern. Was Primaner des Joachimsthalschen Gymnasiums über die Siegesallee schrieben und was Wilhelm II. von den Aufsätzen hielt“ (2007). Außerdem kamen 2006, 2007 und 2008 im Money trend-Verlag Wien die Bücher „Einigkeit und Recht und Freiheit – Ein Streifzug durch die Münz- und Geldgeschichte der Weimarer Republik“, „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt. Ein Streifzug durch die Münzgeschichte der Deutschen Demokratischen Republik“ und „Blüh im Glanze dieses Lichtes, blühe, deutsches Vaterland. Ein Streifzug durch die Münzgeschichte der Bundesrepublik Deutschland“ heraus. Anfang 2008 erschien im gleichen Verlag der Band „Der König rief, und alle, alle kamen. Ein Streifzug durch die Münzgesichte des deutschen Kaiserreichs“. 2008 hat der Michael Imhof-Verlag Petersberg die von Helmut Caspar verfassten Bücher „200 Berliner Köpfe Friedrich dem Großen bis Heinz Rühmann“ und „Berliner Erinnerungsorte. Führer zu Schauplätzen deutscher Geschichte“ herausgebracht, in denen Einblicke in die Denkmal- und Gedenkstättenlandschaft der Hauptstadt vermittelt werden, ergänzt durch zahlreiche Fotografien. Anfang 2009 veröffentlichte der gleiche Verlag anlässlich des 20. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze das von Caspar verfasste „DDR-Lexikon. Von Trabi, Broiler, Stasi und Republikflucht“, das auf 400 Seiten untergegangene DDR-Wörter und abgedroschene Politparolen erläutert, wiederum ergänzt durch zahlreiche Bilder. Zum gleichen Jubiläum erschien ebenfalls im Michael Imhof Verlag das großformatige Buch von Helmut Caspar „Deutschland 1989. Ein Jahr, das unser Land veränderte“, das die Ursachen, Ziele und Ergebnisse der friedlichen Revolution in der DDR vor 20 Jahren sowie Weg zu „Deutschland einig Vaterland“ schildert, aber auch die Etappen des Einigungsprozesses und die schwierigen Verhandlungen mit den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 analysiert. Zwei weitere Bücher von Helmut Caspar, und zwar über historische Zitate und was dahinter steckt sowie über Denkmäler und Gedenkstätten im Land Brandenburg, sind 2010 im Michael Imhof Verlag erschienen. In Vorbereitung für 2010 und 2011 befinden sich Bücher mit einer Reise durch die Geschichte des Talers und ähnlicher Silbermünzen, ferner über Berliner Lügen, Mythen und Legenden sowie über Namen, die zu Begriffen wurden, und schließlich mit historischen Spaziergängen zwischen dem Berliner Alexanderplatz und der Siegessäule.

Helmut Caspar ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter sowie drei Enkelkinder.